Kann jeder das Wirken Gottes bemerken, oder muss er erst an Gott "glauben"?
Gott teilt sein Menschsein mit. Das bedeutet für jeden Menschen, dass es bei ihm ankommt (und nicht an ihm vorbeiläuft). Wer etwas angeboten bekommt, steht vor Möglichkeiten. Alle Möglichkeiten sind Angebote. Für sich gesehen sind sie noch nicht ergriffenes, nicht angeeignetes Leben. Wer auf etwas re-agiert, zeigt an seinem Verhalten, dass er etwas erkannt oder erlebt hat. Reagiert jemand auf die Mitteilung des Menschseins Gottes, hat er etwas Gute getan. Reagieren viele auf das mitgeteilte Menschsein Gottes, verwirklichen sie das Gute so, dass sie zusammenhalten. Unter dieser Rücksicht erfahren die Menschen das Wirken Gottes. Es kann ja nicht sein, dass die Menschen nur ungefragt am Leben sind, aber nichts zustande bekommen, was ihrem Wesen entspricht, nämlich am Leben sein zu können und das auch zu wollen, ohne dass sie jemand dazu zwingt. Man stelle sich Menschen vor, die auf nichts reagieren. – Jeder reagiert immer wieder auf das, was ihm mitgeteilt oder „angetan“ wird. All dem aber muss etwas vorausgehen, was nicht abgeschaltet werden kann. Das mag man nennen wie man will. Es ist so.