Nie zuvor hatte die Kirche so viele pastorale Mitarbeiter. Sie haben sogar ihre eigene vergrämte Hierachie, die auch von Minderwertigkeitsgefühlen bestimmt ist. Aber niemand hindert sie daran, sich ihren „pastoralen Kopf“ zu machen und zu sagen, was die denken. Schon diese Dialogebene in der Kirche lässt sehr zu wünschen. Pastoral soll die Voraussetzung für die Heilsverkündigung im Umgang der Getauften schaffen. Pastorale Effizienz bleibt von der Kompetenz abhängig. Es lässt sich durchaus feststellen, ob sie vorhanden ist oder fehlt. Dabei kommt es zunächst darauf an, jene Situationen für den Umgang miteinander zu schaffen, die ein Kleriker nicht schaffen kann. Der Kleriker bleibt oft ein Typ in der Gemeinde, der etwas Befremdliches mit sich herumschleppt und verbreitet. Aber auch die Laien sind an Abgrenzung interessiert: „Sie beobachten ihn genau…“. Pastorale Mitarbeiter müssten eine komplementäre Rolle zur klerikalen Pastoral spielen. Was aber aus der Heilsverkündigung „herauskommen“ soll, ist ebenso fraglich wie die Ratlosigkeit zählebig ist. Können etwa die pastoralen Mitarbeiter auch nichts verbessern? Funktionäre sichern allenfalls das System, insoweit sie „spuren“. Auch pastorale Mitarbeiter haben einen „freien Beruf“. Denn in der Kirche werden keine verwertbaren Leistungen vollbracht, sondern es sollen Geisteshaltungen ermöglicht werden, an denen das Interesse an einem Verhältnis zu Gott zu erkennen ist. Das ist immer ein Problem von Aktion und Reaktion. Denn dort spielt sich das Leben ab. In der Welt ist Reaktion und Aktion eine Sache der Interessen. In der Kirche haben pastorale Mitarbeiter sogar die Möglichkeit, etwas zu bewegen, was ohne sie fehlt. Anderenfalls bliebe ihnen nur eine Funktionärsrolle in der Kirche als Institution.