Die österliche Bußzeit beginnt mit dem Aschermittwoch heißt es. Ging es vorher um weniger als „Buße“. Das Wort hat einen Bedeutungswandel durchgemacht. Zuerst bedeutete es Besserung, dann, vor allem im Religiösen, aber auch im staatlichen Leben, Bestrafung. Etwa durch Bußgeld. Buße muss ihrem Wesen nach österlich sein, weil es um das geht, was „Ostern“ bedeutet, nämlich um ein Leben, über das hinaus kein besseres denkbar ist, wenn es immer besser wird. Doch woher kommen jene Menschen, die ein solches Leben verwirklichen können? Christen lassen sich gesagt sein und sollen es weitersagen: Gott verschenkt sein authentisches Menschsein, so dass die Menschen es annehmen können. Haben sie es angenommen, können sie sein, was sie zunächst jeweils und letztlich in jeder Hinsicht sein sollen. Um das werden zu können, müssen sie ihre persönlichen und sozialen Voraussetzungen verbessern. Ihr Selbst- und Lebensverständnis können sie durch Fragen nach dem Letztbedeutsamen erhellen.